13.02.2007 Religion und Philosophie
(Cosmos)

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"Das Böse in uns" - Ein spannendes, faszinierendes und nicht zuletzt gut lesbares Buch! Ein verständliches und gleichzeitig philosophisches Buch, gibt es das? Ja - Uwe Petersen, 1932 in Rendsburg geboren, hat ein verständliches Werk geschrieben!! Ein Werk dem man anmerkt, dass der Autor nicht nur als Dr. phil. im Elfenbeinturm der Universität gelebt hat, sondern dass da ein Mann schreibt, der an die 30 Jahre in der freien Wirtschaft tätig war und in der Lage ist, den Zugang zu seiner Philosophie für alle nachvollziehbar zu gestalten.
Was ist das Böse? Hat der Mensch schon immer zwischen Gut und Böse unterschieden und getrennt, hat sich das Böse und das Denken über das Böse im Laufe der Geschichte geändert?
Uwe Petersen hat ein hochinteressantes Buch verfasst, das uns alle berührt.

 

06.06.2006 Das Böse in uns
(alpha – Frauen für die Zukunft)

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Das Böse hat seit Urzeiten die Gemüter der Menschen bewegt. Einerseits fürchtet man es, andererseits fasziniert es. Der Mensch ärgert sich über böse Mitmenschen, fürchtet böse Räuber, böse Krankheiten und kämpft gegen Terroristen oder, wie der amerikanische Präsident, sogar gegen eine Achse des Bösen. Dabei sehen sich häufig die Bösen selbst nicht so, sondern halten gerade sich für die Guten. Möglicherweise wird der böse Nachbar denjenigen, der ihn für böse hält, selbst für böse halten. Terroristen kämpfen nicht etwa gegen das Gute, sondern gegen die böse westliche Zivilisation, moralische Verkommenheit und falschen Glauben.
Was sind die Kriterien für Gut und Böse, wie sind sie bestimmt?
Uwe Petersen definiert im 1. Teil des Buches 4 Kriterien des Bösen.

Im 2. Teil – Phänomenolgie und Genealogie des Bösen – geht er darauf ein, dass das Problem von Gut und Böse mit der Intellektualität des Menschen zusammenhängt. In diesem Kapitel gibt es eine Zusammenfassung der philosophischen Fachliteratur zum Thema mit den Interpretationen des Autors. Erscheinungsformen des Bösen, insbesondere in der neueren Geschichte, im Nationalsozialismus und im Arpartheidregime in Südafrika werden aufgezeigt. Auch hier kristallisiert sich die Relativität aller Bewertungen des Bösen heraus.

Im 3. Teil – Jenseits von Gut und Böse – relativiert der Autor die Kriterien gut und Böse und zeigt auf, dass letztendlich der Standpunkt, von dem aus die Dinge betrachtet werden – eine ganz subjektive Angelegenheit - entscheidend ist. Dazu gehören auch “Verständnisschwierigkeiten” zwischen Menschen mit unterschiedlichen Lebenskonzepten. Neben der Definition dieser Menschentypen geht der Autor auch auf unvollkommene Formen der Persönlichkeit ein.

Für den philosophieinteressierten Leser, der sich mit dem Thema “Gut-Böse” auseinandersetzen möchte, ein lohnendes Buch.