Im Anfang war die Tat I

Im Anfang war die Tat I

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Produktbeschreibung

 

 

 Im Anfang war die Tat I

Die Geburt des Willens in
der europäischen Philosophie

 

 

ISBN 978-3-8300-6766-5

 

2012 Verlag Dr. Kovac

 

 

Vorwort

Als ich meinem Doktorvater zu seinem nur 99. Geburtstag gratulierte und in diesem Brief darlegte, dass ich, ermuntert durch sein hohes Alter, nach meinem Berufsleben meine philosophischen Intentionen, das Verhältnis von Theorie und Praxis und von Denken, Fühlen und Wollen zu ergründen, wieder aufnehmen wolle, antwortete er mir am 17. März 1999:

>>Ich habe einen gewissen Widerstand im Fortgang meiner eigenen Arbeiten entwickelt, wenn bei Ihnen wie übrigens auch bei manchen anderen dem Umstand gar kein Gewicht zugesprochen wird, dass es im Griechischen keine wirkliche Entsprechung zu dem Begriff des Willens gibt <<.

Wiewohl Gadamer sich als Hermeneutiker einen Namen gemacht hat, vertritt er mit diesen Worten die traditionelle Philosophie. Wenn man bedenkt, wie entscheidend unser heutiges Leben auf Willensentscheidungen beruht und die moderne Wissenschaft, die doch ein legitimes Kind europäischer Geistesentwicklung ist, – wie zu zeigen sein wird – willensbestimmt ist, dann wird an diesen Worten verständlich, warum das Leben von heute von vielen traditionellen Philosophen eigentlich nicht mehr verstanden wird.

Wie aus meinem Lebensweg vielleicht verständlich wird, musste ich mich durch die Äußerung Gadamers umso mehr provoziert fühlen, meine Intentionen weiterzuverfolgen und dabei insbesondere <die Geburt des Willens in der Europäischen Philosophie> herauszuarbeiten.

Ich habe diese Abhandlung nach den Spekulationen von Goethes Faust in seiner Studierstube eingeteilt und diesen ersten Teil unter das Motto: <Am Anfang war das Wort> gestellt.

Der Mensch kam bzw. kommt zu seinem Selbstbewusstsein durch das Denken. Damit fällt er aus dem instinktiven Zusammenklang mit Um- und Mitwelt heraus. Wir werden diesen Weg deshalb als den <Sündenfall des Denkens> bezeichnen. Das Denken ist seinem Wesen nach negierend. Es löst Gegebenheit auf und kommt zu einem neuen Ergebnis. Dieses neue Ergebnis entwickelt sich gleichsam im Rücken des Denkens und ist seinem Wesen nach ein <Setzen>. Während es dem Wesen des Denkens entspricht zu abstrahieren und zu immer allgemeineren Einheiten zu kommen, zeigt sich das Setzen als intentions- und situationsbedingt. Wird sich der Mensch seines Setzens bewusst, lernt er sich als wollenden Menschen erkennen.

Der traditionellen Philosophie ist dieses zunächst gleichsam schlafende, später immer mehr hervortretende Willensmoment in unserem Denken zu wenig bewusst, wie sehr eindrucksvoll aus der zitierten Bemerkung von Gadamer hervorgeht. <Wollen> ist ihr subjektive sinnliche Dynamik, die unter die Rationalität des Denkens gezwungen werden muss.

Während es dem der Antike verpflichteten Europäer primär um das richtige Denken geht, ist der Asiat um das richtige Handeln bemüht. Wie unter Anderem an den religionssoziologischen Studien Max Webers darzustellen sein wird, erfährt das Handeln ausgehend von den Chinesen über Indien bis zum Judentum eine immer stärkere Rationalisierung, die sich dann in Europa mit der antiken Kultur des Denkens verbindet.

Der erste Band dieser Abhandlung hat als Untertitel: <Die Geburt des Willens in der europäischen Philosophie>, um zu zeigen, wie insbesondere durch den Einschlag jüdischer Eschatologie die Willensintentionen des Denkens immer stärker hervortreten und dann bei Philosophen wie insbesondere: Fichte, den Junghegelianern und Marxisten, bei Schopenhauer, Nietzsche und den Existenzialisten und Husserl, um nur einige markante Philosophen zu nennen, mit unterschiedlicher Akzentuierung sichtbar und thematisiert werden. In den modernen Wissenschaften finden die Willensintentionen ihren adäquatesten Ausdruck. Folgerichtig wachsen im modernen Wissenschaftsbetrieb Wissenschaft und Praxis immer mehr zusammen. Trotzdem sind auch moderne Wissenschaftler noch häufig überzeugt, wertfrei zu forschen.

Philosophie wird im Zuge dieser Entwicklung immer weniger als <Liebe zur Weisheit> verstanden, sondern wird zur Frage nach dem <Sinn des Lebens> und schließlich zur <Sinngebung für das eigene Handeln>. Die Entwicklung des Denkens und Wollens habe ich daher unter das Motto gestellt: <Am Anfang war der Sinn>.

Die geistige Entwicklung des Menschen wird sich uns in Europa primär als eine Entwicklung des <Denkens>, in Asien primär als die Entfaltung des der kosmischen Ordnung angemessenen <ritualisierten individuellen Verhaltens> oder bei den Juden als ein <Befolgen von Gottes Geboten> zeigen. Sowohl in Europa wie Asien geht es um das richtige <Wissen>. Wissen ist aber aus der vollen Wirklichkeit abstrahierte begriffliche Struktur und Ordnung, die wir der Welt überstülpen. Außerhalb unserer begrifflichen Ordnung wird uns die Welt zu einem Chaos bzw., als Geschehen erlebt, zeigt sich die äußere Welt als sinnlose <Kraftentfaltung>. Der Mensch, dem durch die Entwicklung seines Denkens und Wollens auch seine eigenen körperlichen Funktionen zu einem Äußeren werden, erfährt eine Spaltung in <Bewusstheit> und <Sinnlichkeit>. Die Entwicklung dieser Spaltung und die daraus erwachsenen Probleme werden wir anhand von psychologischen Erkenntnissen zu beschreiben versuchen.

Das gespaltene Verhältnis des Menschen zur äußeren Natur, der er doch auch angehört, wird sich uns in den Naturwissenschaften zeigen. Während der Gegenstand der traditionellen Philosophie noch Seinsbeziehungen waren, wird dem Naturwissenschaftler die Welt und ihr Werden letztlich zu: <Geschichten von elementaren Kräften>.

Gestützt auf die religionssoziologischen Studien Max Webers werde ich versuchen darzustellen, wie das Zusammenfließen von antikem Denken und jüdischer Handlungsorientiertheit die Entwicklung des freien Willens, Naturwissenschaft und moderne Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklung ermöglichte und europäische Geisteshaltung zur dominierenden Kraft in unserer Welt machte. Ich werde das Verhältnis des Menschen zu seiner Sinnlichkeit und zur materiellen Welt unter dem Motto: <Am Anfang war die Kraft> behandeln.

Dank dem jüdischen Erbe intendiert der westliche Mensch einen stetigen <Fortschritt>. Dank dem antiken Erbe ist die <Wissenschaft> Motor dieses Fortschritts. Während in frühen Kulturen – und auch in Europa über Jahrhunderte – sich das Leben in traditionellen Bahnen vollzog und von der Rhythmik von Geborenwerden, Wachsen und Sterben geprägt war, leben wir heute <wissenschaftsgetrieben>. Wissenschaft hat uns ermöglicht, die Welt nach unseren Vorstellungen technisch zu gestalten. Wir haben dadurch die Selbstregulierungsmechanismen der Natur weitgehend außer Kraft gesetzt, sodass wir selbst für den Ausgleich sorgen müssen.

Durch die Fortschritte der Medizin ist die Menschheit zu stark gewachsen. An Stelle von Krankheiten müssen die Menschen durch Geburtenregelung ihr Wachstum begrenzen. Die wachsende Zahl der Menschen erfordert eine stetige Steigerung der Nahrungsmittelproduktion. Die Erkenntnis der Atomenergie macht Vorkehrungen zur Verhinderung ihres Missbrauchs notwendig. Die im Produktionsprozess entstehenden nicht für Konsumzwecke ausgegebenen Einkommen müssen investiert werden und können dieses letztlich nur, wenn immer ausreichende <Innovationen> entwickelt werden. Reichen die Innovationen nicht aus, kommt es zur weltweiten Stagnation mit Massenarbeitslosigkeit, Hungerkatastrophen, ethnischen Konflikten usw.

Mit der Entwicklung von Wissenschaft und Technik erreichte die Willensbestimmtheit ihren Kulminationspunkt. Zugleich war sich der Mensch nicht nur ein intellektuelles Wesen, das sich als das Andere der Sinnlichkeit verstand, sondern erlebt sich immer mehr auch als sinnliches Wesen, das sich auch für seine und der Umwelt sinnliches Sein verantwortlich fühlte. Der Mensch war sich nicht mehr nur Denker, sondern auch sinnlich Handelnder. Entsprechend trägt der zweite Band der Abhandlung den Untertitel <Vom Willen zur Tat.>

Die <Tat> ist uns die reflektierte Einheit von Ich und Welt. Im Vollzug der Tat gibt es keine Gegenständlichkeit und kein auf Gegenständlichkeit bezogenes Ich, und, da es keine Gegenständlichkeit gibt, gibt es auch kein vergangenes oder zukünftiges Sein, existiert somit für mich auch keine Zeit. Es gibt nur <existenzielles Dasein>, das eher als ein Akt, denn als ein Sein verstanden werden muss. In der <Tat> bin ich ganz ich selbst und meine Welt. Die Explikation dieses Zustandes wird deshalb unter das Motto gestellt: <Am Anfang war die Tat>. Dabei ist im eigentlichen Sinne der Anfang nicht zeitlich zu verstehen, sodass es besser heißen müsste <Am Anfang i s t die Tat>.

Als Momente der Tat sind das Ich und sein Sein näher zu betrachten. Anhand des Angstbegriffs von Kierkegaard und den beschriebenen Formen der Angst von Fritz Riemann werden die psychologischen Probleme der Persönlichkeitsentwicklung erläutert. Danach folgen die verschiedenen Formen der Seinsbeziehungen, als das sich ein Ich verstehen kann. Unreflektiert erscheint das Sein als <Ursprung und Kraft>, als <Sein des Begriffs> und als <Dasein>. Willentlich gesetzt ist es das <mechanistische Sein>, das <organische Sein> und das <soziale Sein>. Das soziale Sein zeigt sich dabei in der ursprünglichen Form als <Familie>, weiter gefasst als <Nation> oder <soziale Klasse> und schließlich als <Weltbürgertum>.

Soweit die strukturelle Betrachtung. Als Tätigkeit zeigt sich die Tat als <kreatives Handeln> – letztlich als Kunst – und <Verstehen>. Verstehen ist mehr als Wissen. Verbinden sich <kreatives Handeln> mit <Verstehen> dann kommen wir zu Formen des <kommunikativen Handelns>.

Ich bin mir der Vermessenheit bewusst, wenn ich versuche alle Wissensbereiche und Lebenshaltungen in einer philosophischen Betrachtung zusammenzufassen und dabei zugleich eine Brücke zu schlagen zu asiatischen Lebenseinstellungen. Auch konnten einzelne Themen nur aphoristisch behandelt werden. Aber es geht mir nicht um Detailwissen, sondern um Philosophie, um die in jedem Wissen enthaltene <Wertung>, und um richtige Wertungen muss gerungen, und sie müssen in aller Welt verstanden werden, da wir als Menschheit immer mehr zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammenwachsen.

Richtige Wertung heißt hier nicht, dass jeder Mensch an seinem Platze die gleichen Aufgaben zu erfüllen hat. Als <Handelnder> ist jeder Mensch eine Besonderheit und einmalig. Deswegen gibt es auch keine <objektive> Moral. Im Sinne der hier vorgetragenen Philosophie kann sich in jeder Erscheinung die ganze Welt spiegeln. Deswegen können selbstverständlich aus anderen Intentionen heraus die Phänomene auch anders dargestellt werden. Als <Verstehender> sollte sich ein Mensch aber soweit als möglich in die Lage jedes Mitmenschen und in jede Situation hineinversetzen können. Soweit er das erreicht, ist jeder Mensch auf seine Weise: die Welt und damit <Mikrokosmos>. Praktisch heißt das: <Global denken und individuell handeln.>

Ich habe versucht, anhand von Zitaten maßgebender Philosophen und Vertreter einzelner Wissenschaftsbereiche meine Gedanken zu verdeutlichen. Dabei mögen unbewusst falsche Akzentuierungen stattgefunden haben. Auch möge der Leser mir nachsehen, wenn ich nicht die richtige Auswahl getroffen habe und auf bedeutende Vertreter nicht eingegangen bin. Umso mehr bin ich für entsprechende Anregungen und Hinweise dankbar, die dann in späteren Auflagen Berücksichtigung finden werden.

Zum Verstehen des Werkes sei mir noch eine kleine Warnung gestattet. Wegen der Fülle der verschiedensten angesprochenen Themen mag der verehrte Leser versucht sein, spätere Kapitel aufzurufen, ohne sich mit den am Anfang erarbeiteten Kriterien vertraut gemacht zu haben, aus denen alles Folgende erst verständlich wird. Er kann dann leicht die Intentionen dieser Schrift missverstehen und die Darstellung in der üblichen philosophischen Betrachtungsweise auffassen. Die Intention und Berechtigung dieser Arbeit liegt aber gerade darin, das traditionelle philosophische Denken selbst zum Gegenstand der Untersuchung zu machen und damit zugleich zu relativieren. Statt einer Seinslogik wird aus einer der asiatischen Geisteshaltung eher entsprechenden Handlungslogik argumentiert.

Wie zu zeigen versucht wird, liegt diese Handlungslogik dem europäischen Denken und Wollen zu Grunde, wird aber gerade darum nicht bewusst, während in Asien – am extremsten in der Karmalehre – Handlungsfolgenlogik Grundlage des asiatischen Geisteslebens ist, aber aus Angst, in die Harmonie des Kosmos einzugreifen oder Gottes Gebote zu verletzen, nur bedingt gelebt wird.

Ein Europäer kann sich eher leisten, unbeschwert nach dem Grundsatz „Nach mir Sintflut“ zu handeln. Denn würde er glauben, dass alle seine Handlungen bis hin zur Entwicklung der Atombombe auf ihn selbst zurückschlagen und/oder Teil seines Wesens (Karma) werden, würde er dadurch leicht in seinen Innovationen und seinem Forschungsdrang gehemmt.

Fertig wurde die erste Fassung des Manuskriptes dieser Abhandlung bereits Anfang 2004. Es wurde Leitfaden für alle von mir danach veröffentlichten Bücher, in denen im Grunde nur Aspekte dieses Werkes expliziert wurden. Umgekehrt haben natürlich die späteren Bücher auch zur Abrundung dieses Werkes beigetragen.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort 7
Inhalt 17
A. Im Anfang war das Wort 19
I. Der Ursprung der Sprache 19
II. Instinktives Handeln und Gefühl 35
III. Philosophische Beschreibung mythologischer Verhältnisse 50
B. Im Anfang war der Sinn 59
I. Das Wesen des Denkens 59
1. Stufen des vergegenständlichenden Denkens 65
1.1 Magisches Bannen 65
1.2 Mythisches Erleben 66
1.3 Vorstellen 82
1.3.1 Räumliches Gliedern 84
1.3.1.1 Das Raumgefühl. 84
1.3.1.2 Der Lebensraum 84
1.3.2 Räume und Körper 87
1.3.3 Raum und Zeit 91
2. Denken und Sprache 92
3. Denken und Schrift 101
4. Strukturen des Denkens 107
4.1 Denkkategorien 107
4.2 Denken und System 109
Gesellschaftsformationen 113
II. Der Wille 121
1. Rationalisierung von Verhaltensweisen in der religionssoziologischen Entwicklung von Hochkulturen 128
1.1 Mittelamerika: Das Aztekenreich 133
1.2 Der chinesische Kulturkreis 148
1.3 Der indische Kulturkreis 156
1.4 Der Monotheismus 164
1.4.1 Vorstufen des Monotheismus 164
4.1.2.Das Judentum 174
2. Wollen als Definition 187
3. Sonderung als Wesen des Wollens 193
4. Wille und Zeit 197
III. Denken und Wollen in der europäischen Philosophie 207
1. Die Geburt des Willens in der europäischen Philosophie 207
Zu 1.: Die Re-Mythisierung 221
Zu 2.: die Rhythmisierung und Musik 224
Zu 3.: die Kunst 225
3. Wandlung des Philosophiebegriffs von der Seinserkenntnis zur Sinngebung und Lebensplanung. 246
C. Im Anfang war die Kraft 253
I. Vom antiken zum wissenschaftlichen Denken 253
1. Dynamik und Orgiastik als das Andere des Selbstbewusstseins 257
1.1 Bewusstsein und Unterbewusstsein: Wachleben und Schlafen 257
1.2 Das Bewusstmachen des Unterbewussten im Traum 258
1.3 Das durch das Selbstbewusstsein entstandene Spannungsverhältnis als Angst, das Selbstbewusstsein zu verlieren. 263
1.3.1 Angst vor Verlust der gesellschaftlichen Anerkennung 264
1.3.2 Angst vor der Sinnlichkeit 267
1.3.3 Angst vor dem Tode 273
1.3.4 Schöngeistigkeit und Handlungsgebundenheit: der Bildungsbürger und seine Ängste 277
2. Dynamik und Kraft als das Wirkliche in den Erscheinungen der Natur. 282
2.1 Organismus 285
2.2 Rhythmisches Leben 286
2.3 Kräfte als Einheit von Struktur und Dynamik 294
2.4 Physikalische Theorien über die Entwicklung des Universums 297
2.4.1 Entwicklungstheoretische Schlussfolgerungen aus der Quantentheorie Die ungeahnten Möglichkeiten der Elementarteilchen 297
2.4.2 Entwicklungstheoretische Schlussfolgerungen aus der Allgemeinen Relativitätstheorie 307
2.4.3 Schlussfolgerungen aus den Gegensätzen von Quantentheorie und allgemeiner Relativitätstheorie und deren Ergebnissen. 317
3. Willensbestimmtes Denken in den modernen Naturwissenschaften 318
3.1 Kausalitätsdenken als Ausdruck des Beherrschungswillens der Natur 322
3.2 Das Denken in Bestandteilen 326
3.3 Die Erfindung des 334
3.4 Das vergessene Denken der Physik 340
3.4.1 Logische Strukturen in der Quantentheorie 341
3.4.1.1 Das vergessene System 341
3.4.1.2 Logisch unzulässige Kombination der Quantentheorie mit der handlungsbezogenen Vorstellung eines Zeitpfeils 349
3.4.2 Logische Strukturen in der Relativitätstheorie 350
3.4.3 Vergessene Intentionalität in der Physik 352
II. Von der jüdischen Handlungsorientiertheit zur Arbeit als Beruf. – Kapitalistisches Wirtschaften in Europa – 361

Inhaltsangabe

Das Unsichtbare gilt gemeinhin als nicht existent, es sei denn man kann es sichtbar machen oder seine Wirkungen
physikalisch nachweisen, wie den Erdmagnetismus und elektronische Wellen. Dennoch ist alles Sichtbare einmal unsichtbar gewesen und verschwindet auch wieder. Das Unsichtbare als der Ursprung des Sichtbaren kann als
strukturierendes Wort, Sinn und Kraft bestimmt werden, die als Tat
in die Erscheinung treten. Objektivierendes Denken und Wille haben sich aus antiken und jüdisch-christlichen Wurzeln am stärksten in Europa und der westlichen Welt entwickelt. In allen anderen Kulturen wurde die Emanzipation
des Menschen zum selbstbewussten Individuum früher oder später abgebrochen.Deshalb konnten auch nur in Europa moderne Wissenschaft, Technik, Menschenrechte und Demokratie entstehen.

Nachgezeichnet wird, wie in der europäischen Philosophie aus instinktivem und mythischem Bewusstsein der Wille geboren wird.

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